WE CARE AND DESIGN  
FOR YOUR FINAL PHASE

      




















WIR SIND KEINE MASCHINEN; DAS MERKEN WIR, WENN EREIGNISSE, WIE DER SCHMERZHAFTE VERLUST EINER NAHESTEHENDEN PERSON,
DAS EIGENE ALLTÄGLICHE LEBEN 
RADIKAL UNTERBRICHT.

                    Final Studio hat sich zur Aufgabe gestellt, Menschen mit schwerer chronischer Krankheit und ihre Weggefährt*innen im Transformationsprozess vom Leben zum Tod mit  gestalteten Objekten  und künstlerischen Strategien zu begleiten. Grund für das Anliegen ist die hautnahe Konfrontation mit Krankheit, Sterben und Tod, das Eintauchen in lebensendliche Atmosphären und Räume und die Erkenntnis das fehlende Produkte und mangelndes Wissen über die letzte Lebensphase Auswirkungen auf unser Wohlbefinden hat.

                    Diese unfreiwillige Sterbewelt- bzw. Lebensweltanalyse hat unzählige Fragen zur Gestaltbarkeit des Lebensendes und zur gegenwärtigen Gestalt der Dinge, die uns in der letzten Phase umgeben, aufgeworfen. Das Interesse gilt gleichsam dem Design der Gesellschaft und neuen Wertevorstellungen, aufkommenden Trends, die unsere Verhältnis zum Tod verändern, wie der materiellen Kultur, die den Wandel begleitet. Antworten auf diese Fragen, sucht die die Gründerin, Designerin und  Trendforscherin durch tiefe Recherchen und im engen Austausch mit Zukunftsdenker*innen, palliative Experti*innen und Designer*innen.

               

                    Design for Care
                    Final Spotting



















AKUTE ERKRANKUNGEN SCHRÄNKEN DAS LEBEN  FÜR EINE ÜBERSCHAUBARE PHASE EIN. WIR ERTRAGEN SIE, ANDERS ALS CHRONISCHE KRANKHEITEN, DA SIE ZEITLICH BEGRENZT ERSCHEINEN.  BEI SCHWERKRANKEN MENSCHEN IST DAS ANDERS: DAUERHAFTIGKEIT UND DIE IRREVERSIBLITÄT DER KRANKHEIT NÖTIGEN DAZU LEBENSSTILE ZU VERÄNDERN UND IDENTITÄT UND LEBENSRÄUME NEU ZU DENKEN.






                    Final Studio versteht das Lebensende als Ort des Überganges und als Gestaltungsraum, in dem Betroffene, Angehörigen und nahestehende Personen gemeinsam eintreten und agieren.
       
                    Final Studio setzt sich mit Wertewandel und einem sich wandelnden Gesundheitsverständnis auseinander und schliesst sich dem neu aufkommenden Death Wellness Movement an, das den Tod als existentiellen Teil des Lebens begreift.


                   Das Wissen und das Sprechen über die letzte Phasen sowie spezifische Designlösungen können einen Beitrag zu mehr Lebensqualitiät, Selbstbestimmtheit und Wohlbefinden bieten, indem sie  einen offenen und wünschenswerten Umgang aufzeigen und einem würdevollen Abschied unterstützen.

                    Final Studio orientiert sich an den Leitlinien von Palliative Care, exploriert aktuelle und vergangene Produkte,Trends und Entwicklungen, probiert aus, diskutiert und lernt durch die enge Zusammenarbeit mit Betroffenen und (nicht-)professionellen Akteur*innen jeden Augenblick dazu.
                   
                     Leitlinien Palliative Care



























AGIERT HABE ICH MIT IMPROVISATION, WEIL DIE ABWESENHEIT VON NÜTZLICHEN UND SINNSTIFTENDEN DINGEN ZU KRISEN UND UNBEHAGEN FÜHRTEN.

                     Bitten Stetter beschäftigt sich seit 2015 mit  den Phasen Sterben, Tod, Trauer und gründet 2019 zur Sichtbarmachung ihres Anliegens Final Studio.  Startpunkte war die hautnahe Auseinandersetzung  mit dysfunktionalem, trost- und sinnlosen Design, das sie und ihre Mutter während der letzten Phase mit allen Sinnen erleben musste.
               
                    Seither versteht die selbständige Designerin und Professorin für Trends und Design an der Zürcher Hochschule der Künste das Bett als sozialen Lebensraum. Sie entwickelt Produkte, die das Lebensende annehmbarer machen und teilt ihr gewonnenes Wissen in Workshops und Ausstellungen.


                      Final Studio ist eine denkende Werkstatt, in der wir ausprobieren, lernen, gestalten und uns austauschen. Final Studio ist noch im Aufbau und erforscht und erfindet sich selbst. Es ist Ort der Kollaboration und l$dt Zukunftsgestalter*innen und Caregiver ein, gemeinsam mit ihr das Ende des Lebens sorgsam zu gestalten.

                    Produziert werden nach und nach praktische, ethisch verantwortliche, tröstliche und wohltuende Objekte, die Gespräche evozieren und Partizipation provozieren. Vermittelt werden globale Entwickungen, die Auswirkung auf das gesellschaftliche Miteinander im Hier und Jezt haben. Entwickelt werden Aktivitäten, die die finale Lebensphase zurück ins Leben holen.

                    Im Zentrum stehen Lebensqualität, Würde, Selbstbestimmung, Self-Empowerment, Kommunikation, Partizipation und Vermittlung, sowie die Entstigmatiserung und Enttabuisierung von Krankheit und Sterblichkeit in unsere Gesellschaft.


                     bittenstetter.com
                     bittenstetter-shop.com          

                     trendsandidentity.zhdk.ch

       


















GESTARTET HABE ICH MIT DO-IT-YOURSELF-SETS. ICH BEDIENTE MICH IM ERSTEN SCHRITT AN BESTEHENDEN MATERIALIEN UND KÜNSTLERISCHE STRATEGIEN WIE UMNUTZUNG, AUFWERTUNG UND UMCODIERUNG.




                    Final Studio ist eine neugegründet Marke und eine Plattform, die an der Schnittstelle von Forschung und Design navigiert. Aktuell basieren alle Angebote auf persönlichen Erfahrungen, Weiterbildungen, informellen Gesprächen mit Sterbenden, Angehörigen, Expert*inneninterviews sowie ethnographischen Untersuchungen.

                    Im Rahmen ihrer Dissertation Things of  Dying und eines interdisziplinären Forschungsprojektes Settings of Dying untersucht Bitten Stetter, gemeinsam mit anderen Forscher*innen mit qualitativen Forschungs- und Designmethoden Sterbewelten im 21.Jahrhundert.


                Idee von Final Studio ist es, mit Hilfe von forschungs- und trendgestütztem Design, durch kuratierte Produktwelten, Kollaborationen Workshops, Talks  und Ausstellungen dem Lebensende eine weniger ängstigende Form und Farbe zugeben.
            
                Die gestalteten Dinge sind zum jetzigen Zeitpunkt materialisierte Thesen. Es sind Designangebote, die Pflegende, Angehörigen und Betroffenen in verschiedenen institutionellen und privaten End-of-Life-Settings und im Final Store  als materiale Ideen zur Verfügung gestellt werden. Sie werden implementiert, diskutiert und überarbeitet.