PALLIATIVE SITUATIONEN SIND INTERDEPENDENZGEFLECHTE IN DENEN SICH SYMBOLISCHE ORDNUNGEN, RITUALE, KRISEN UND (SINN-)GRENZEN SITUIEREN. ES SIND ZEIT-, ORT, RAUM-, DING- UND MENSCHENGEBUNDENE SPRACH- UND HANDLUNGSRÄUME, DIE DURCH MATERIALITÄT UND ÄSTHETIK LEIBHAFTIG UND IMMERSIV ERFAHRBAR WERDEN.


              Lee Poh Wah von der Lien Foundation sagt: “Wir glauben, Designer haben die Macht, sowohl die Kultur, als auch den Ablauf und den Aufbau sinnvoller Erfahrungen an der endgültigen Grenze des Lebens zu beeinflussen. (…..) Gutes Design regt an, bindet ein und schafft eine ideale Kulisse für Kontemplation und Gespräche”.

                Bewusst gestaltete Räume können Wohlbefinden erzeeugen, Sicherheit geben, Lebensphasen unterstützen und Transformationsprozesse begleiten. Sie können wohltuende Atmosphären und entspannende Stimmungen und Auren erzeugen. Mit wenigen Mitteln und sorgfältig ausgewählten Objekten können wir Oasen für das Lebensende schaffen.

                Ein Tuch ist gutes Beispiel. Ein einfach Ding, das zeigt, wie einfach es sein kann, bestehende Räume zu verändern. Dieses einfache, praktische, multifunktionale Ding ist in Krankheitssituationen ein hilfreicher Wegbegleiter, da es vielfältig einsetzbar ist und unterschiedliche Aufgaben erfüllen kann. Ein Tuch kann Räume verändern, Halt geben und Alltags- und Pflegesituationen verbessern.


                In Palliative-Care-Pflege und Hospizarbeit werden Tücher auf sehr verschiedene Weise genutzt und eingesetzt. Sie dienen dem Schutz, transportieren vertraute Gerüche, legen sich wie ein palliativer Mantel über die sensiblen Körper oder verändern unangemessene Lichtsituationen. Ob wir sie für unsere Liebsten kaufen, sie von zu Hause mitbringen oder sie für uns oder andere selbst gestalten, ist eine Frage des Geschmacks und dem Wissen, was wir alles damit bewirken können.

                Ob funktionale kleine Einrichtungsgegenstände wie Lampen oder nützliche Alltagshilfen wie Aufbewahrungsgegenstände, immer bestimmt die Gestalt der Dinge, wie wir mit ihnen agieren und was sie in uns auslösen. Licht, Gerüche und Materialitäten sind bis zum Ende mit allen Sinnen erlebbar.


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