WE CARE AND DESIGN  
FOR YOUR FINAL PHASE

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«EIN RAUM KANN EINLADEN ODER AUSLADEN. EIN OBJEKT KANN DISTANZ ODER NÄHE EVOZIEREN. EINE FORM KANN NÜTZLICH ODER BESCHÄMEND SEIN. EIN MATERIAL WOHLSEIN ODER UNWOHLSEIN AUSLÖSEN. DINGE KÖNNEN ENTWERFEND ODER UNTERWERFEND SEIN.»




                Final Studio baut auf wissenschaftliche Studien und eigenen Forschungsergebnissen auf. Aktuell gibt es zwei Forschungsprojekte, in denen die Gründerin involviert ist. Im Fokus ihrer Forschung steht Research about Design und Research through Design.

                Things of Dying (Sterbedinge) ist die Dissertation, die Bitten Stetter an der Schnittstelle von Sozialanthropologie und Design im Rahmen des SINTA Programmes an der Universität Bern und Hochschule der Künste Bern praxisorientiert erarbeitet. 

                Sterbesettings (Settings of Dying) ist ein vom Schweizer National Fonds gefördertes Forschungsprojekt der Berner Fachhochschule und Zürcher Hochschule der Künste, an dem Forschende aus fünf Disziplinen, wie Sprach-, Religions-, Pflegewissenschaften, Design und Kunst, mitwirken.


                Beide Forschungsprojekte wollen  einen eigenständigen, originellen und kulturwissenschaftlich relevanten Beitrag zur Palliative-Care-Forschung leisten.

                Bestreben der angewandten Dissertation  Things of Dying ist es, dass sich End-of-Life-Design innerhalb der interprofessionellen Disziplin Palliative Care als ergänzendes Forschungs- und Praxisfeld etabliert. Das interdisziplinären Forschungsprojekt Settings of Dying fokussiert die multi-perspektivische Betrachtung des Lebensendes.

                Sterbedinge
                Sterbesettings



 








«IM VERGLEICH ZU QUANTITATIVEN METHODEN GEBEN SICH QUALITIATIV FORSCHENDE MIT ALLEN SINNEN INS UNTERSUCHUNGSFELD, BEOBACHTEN ALLTAGSHANDELN, TASTEN ALLTAGSGESCHEHEN AB UND ATMEN DEN UNTERSUCHUNGSGEGENSTAND MENSCH MIT GRÖSSTMÖGLICHER OFFENHEIT EIN.»

                Im Zentrum der Forschungsprojekte stehen qualitative Forschungsmethoden, wie partizipative Feldforschung, informelle Gespräche, Experteninterviews, Objektanalysen und gestaltersiche Methoden wie Cultural Probes und Designinterventionen.
               
                Die Projekte sind iterativ angelegt. Welche Methoden zu welchem Zeitpunkt eingesetzt werden, ist Teil des Prozesses und abhängig vom Erkenntnisgewinn und ethischen Fragestellungen. Entsprechend der Grounded Theory (Corbin/Strauss 1969, Strauss 2004, Strübing 2008), die sich für Sterbeethnografien und medizin-soziologische Forschung als produktiv erwiesen hat, ist der Forschungsprozess alternierend angelegt und orientiert  sich an dem erhobenen Material stets neu.
 
                   Research Design

 


«ILLNESS CAN BE INCREDIBLY ISOLATIONG FOR ALL KINDS OF REASONS, BEEING TERRIBLY ILL CAN BE A FULL -TIME OCCUPATION INCLUDING STAYS AND VARIOUS TREATMENTS.»




                    Die Untersuchung will einen eigenständigen und originellen, und kulturwissenschaftlich relevanten Beitrag zur Designforschung leisten. An der Schnittstelle von Design und Sozialanthropologie soll unsere Konsum-, Sterbe- und Dingkultur mit innovativen Analysewerkzeuge reflektiert werden. Der Transfer der Erkenntnisse ins Design folgt nicht einer strikten Chronologie, sondern ist iterativ und vernetzt.

                    Final Studio ist jenach Perspektive mal Ergebnis, mal These, mal Argument, mal Untersuchungsgegenstand.  Final Studio umfasst aktuell sechs Bereiche: Dish, Apparel, Habitat, Play, Wish und Food. Diese Einteilungen sind stetig im Aufbau, nähren sich durch Beobachtungen und verändern und erweitern sich durch weitere Forschungsergebnisse. Die Bereiche sind gefüllt mit Ideen, die im Final Store nach und nach zu Produktlandschaften wachsen werden.

                     So kann forschend gehandelt  und untersucht werden, wie Design, Funktion, Material und Ästhetik unser Verhältnis zum Tod verändert und wie eine Sensibilisierung für die Wirkungsradien materieller Kultur und Design erreicht werden kann. Dabei ist die Hoffnung, dass sich Design for Care innerhalb der interprofessionelle Disziplin, Palliative Care, als ergänzende Disziplin etabliert. 




                Final Studio Store

                Workshops








 

«DIE GESTALT DER DINGE HAT AUSWIRKUNG AUF DAS DESIGN UNSERER ZUKÜNFTIGEN
GESELLSCHAFT, IN DER WIR LEBEN
UND STERBEN WERDEN.»

              
                Stetter, B.: Care Design – Palliative Gestaltungsräume am Lebensende. In: PALLIATIVE CH. Zeitschrift der Schweizerischen Gesellschaft für Palliative Medizin, Pflege und Begleitung, Zürich,  7/2019.

                Stetter, B.: Design & Palliative Care (Teil II) – Dinge, Identität, Lebensstile. In: NOVAcura. Das Fachmagazin für Pflege und Betreuung, Volume 51, Issue 6, Hofgrefe, Bern, 2019.

                Stetter, B.: Design & Palliative Care (Teil I) - From Function to Meaning Zweckentfremdung, Hackings, kreative Strategien. In: NOVAcura. Das Fachmagazin für Pflege und Betreuung, Volume 50, Issue 5., Hofgrefe, Bern, 2019.

                Stetter, B.: Death Style – Ein Plädoyer für Design in der letzten Lebensphase. In: Swiss Future, Ausgabe: TOD, Schweizer Vereinigung für Zukunftsforschung, Zürich, 1/2018.